∆ – Alt-J

An einem Tag im Juni 2012 saß ich bei der Arbeit. Draußen herrschten sommerliche Temperaturen, drinnen hielten wir die Hitze kaum aus. Ventilatoren überdeckten mit ihren helikopterähnlichen Lautstärken die Musik, die die Arbeit ein bisschen erträglicher machen sollte. Mit  ganzer Kraft löste ich einen Arm aus der innigen Umarmung meiner Haut und der Tischoberfläche, um die Maus auf den Tab zu steuern, der den Musik-Blog verbarg. – Ich musste wissen, wie dieses Lied hieß, das mich aus meinem starren, hypnotischem Zustand und von den Gedanken an kühle, salzige Wellen, die mein Fieber sinken ließen, riss.


http://soundcloud.com/alt-j/01-intro

Das Lied trug den Namen “Intro”, die Band hieß Alt-J. Ich spürte, da muss noch mehr sein. Die Gedanken an kühles Wasser wurden vetrieben, Gefühle der jägdlichen Vorfreude, die nun meine Handlungen steuerten, nahmen durstig ihren Platz ein. Zwei Suchbegriffe, drei Klicks und schon war das verängstigte Tier in meiner Falle. Die Euphorie des Jagderfolgs, wenn die Beute in der Gewalt des Jägers ist, ist unvergleichlich. Es ist mächtig. Und ich möchte mit niemandem meine Beute teilen, ICH habe sie gefunden. Gebannt stehe ich über ihr und ich labe mich an ihrem Fleisch.


http://soundcloud.com/alt-j/sets/an-awesome-wave/

Es ist das Beste seit langem.

 

 

Date:

20.01.2013

Tags:

Und jetzt kommst du.




Corer

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